| Location | Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung |
| Guests | Milan Bergheim |
| Interviewer | Riva Pinto |
Moore bedecken nur drei Prozent der Landoberfläche, speichern aber etwa doppelt so viel Kohlenstoff im Boden wie alle Wälder der Erde zusammen. Trotz ihrer Bedeutung für den Klimaschutz sind weite Teile der Moorlandschaften durch Trockenlegung und wirtschaftliche Nutzung bedroht. Ein zentrales Hindernis für ihre Wiedervernässung ist das Fehlen präziser, skalierbarer Monitoring-Methoden.
Das Projekt VALPEATS (Valuation of Peatland Ecosystem Services), entwickelt am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald und dem Greifswald Moor Centrum, setzt hier an. Mithilfe von Drohnen, Sensorik und KI-gestützter Datenauswertung erfasst VALPEATS den Zustand von Moorflächen und schafft damit die Grundlage für CO2-Zertifikate, Wiedervernässungsplanung und nachhaltige Bewirtschaftung durch Paludikultur.
Milan Bergheim, Produktmanager am Fraunhofer IGD, koordiniert die nutzerzentrierte Entwicklung der Plattform. Im Gespräch erklärt er, wie das komplexe Ökosystem messbar und die Wiedervernässung dadurch attraktiv gemacht werden kann, und welche Rolle moderne Technologien für die Zukunft des Moorschutzes spielen können.